„Der Manierismus enthält nicht weniger
naturalistische als unnaturalistische, nicht geringfügigere rationalistische
als irrationalistische Züge. Erst durch die Spannung zwischen Klassik und
Antiklassik, Naturalismus und Formalismus, Rationalismus und Irrationalismus,
Sensualismus und Spiritualismus, Traditionalismus und Neuerungssucht,
Konventionalismus und Revolte gegen jeden Konformismus läßt sich ein
brauchbarer Begriff des Manierismus gewinnen. In dieser Spannung dieser
Vereinigung scheinbar unvereinbarer Gegensätze besteht sein Wesen“ (Hauser 1979) Die Ausstellung versammelt wunderbare Arbeiten des Manierismus, auf die politischen/wirtschaftlichen Umbrüche dieser Zeit wird etwas zu wenig eingegangen, dennoch sehr sehenswert.
Maniera – im Städel / Frankfurt